Marketing 2.0

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Vereinfacht lässt sich Marketing 2.0 so definieren, dass nicht mehr die klassische „Einbahnstraße“ Anbieter – Werbemedium – Kunde in der Kommunikation vorherrscht, sondern es über das Medium (meist, aber nicht zwingend eine Web 2.0 Anwendung) ebenso den Kommunikationsweg Kunde – Medium – Anbieter gibt.

Wir wollen im Folgenden einige Beispiele für die Möglichkeiten aufzeigen, die sich durch Marketing 2.0 ergeben:

Ein neuer Begriff ist derzeit in aller Munde: „Web 2.0“ heißt das neue Schlagwort mit dem eine Reihe von interessanten Fragen für das Marketing verbunden sind. Z.B.: Welche Chancen ergeben sich durch das Web 2.0 für moderne Marketingkonzepte? Welche Auswirkungen wird das Web 2.0 auf das Marketing haben? Können die neuen Entwicklungen helfen, die Kundenkommunikation effektiver zu unterstützen?

Besonders interessant erscheinen diese Fragen, nachdem kürzlich bekannt wurde, dass die australische Brauerei Fosters künftig virale Spots bei der von Google akquirierten Web 2.0 - Company YouTube einsetzen und das komplette Budget für Fernsehwerbung jetzt in Internetmarketing-Marketingaktivitäten investieren will.

Wie kommt man nun aber von „Web 2.0“ zu einem effizienten Marketing 2.0?

Für Video- oder Fotoplattformen sind z.B. zu den jeweiligen Stichworten der Suche bzw. den gefundenen Inhalten passende Werbeeinblendungen denkbar. Die potenziellen Konsumenten empfinden die kontextsensitive Werbung dann möglicherweise nicht mehr als störend. Vielmehr wird die Werbung eher als interessantes Angebot wahrgenommen.

Durch Community-fokussierte Werbemaßnahmen kann es darüber hinaus gelingen, Konsumenten zu erreichen, die über die klassischen Werbemittel sonst nur sehr schwer erreichbar sind. Hierbei ist unter Beachtung der Aufwand-Nutzen-Relation ein Weg zu finden, den Eindruck einer Community-individuellen Werbung zu erwecken.
Durch Kleinanzeigen mit Spezialangeboten bzw. Sonderkonditionen für Community-Mitglieder kann z.B. den Konsumenten das Gefühl gegeben werden, dass die Community für den Werbetreibenden besonders wichtig ist.

Abgesehen von Bannerwerbung u.ä. können Videoplattformen auch zur Verbreitung von viralen Spots genutzt werden. Neben dem eingangs erwähnten Beispiel der Fosters-Brauerei gibt es mittlerweile eine Reihe anderer Unternehmen, die bei Videoplattformen Spots schalten.

Andere Handelsunternehmen nutzen Blogs zur Sortimentsgestaltung und stellen ihr Sortiment zur Diskussion. Bei der Firma Frosta diskutieren die Mitarbeiter öffentlich über die Firma und ihre Produkte. Nach eigenen Angaben möchte Frosta auf diese Weise über die Marke berichten und aktuelle Themen aus dem Bereich Ernährung diskutieren. Unter den Beiträgen finden sich u.a. Ideen für die Zubereitung von Menüs mit Produkten aus dem Frosta-Sortiment.

Einen Schritt weiter geht die Firma Otto mit ihrem Weihnachtsgeschenke-Blog. Bei diesem Blog wurden zunächst Geschenkideen der Mitarbeiter publiziert. Anschließend wurde für die potenziellen Kunden die Möglichkeit geschaffen, sich über diese und andere Geschenkideen auszutauschen. Der Zielgruppe wird dabei das Gefühl suggeriert, dass sie mit anderen Konsumenten oder sogar dem Werbetreibenden in einer engen Beziehung stehen.

Je nach Ausgestaltung des Blogs kann sogar der Eindruck entstehen, dass die
Konsumenten bzw. die Communities und nicht mehr die Unternehmen prägend für den Charakter einer Marke oder sogar der Corperate Identity sind. Ein Beispiel hierfür liefert die Leipziger Firma Spreadshirt. Die Kunden konnten im Rahmen eines Open Logo Projekts Vorschläge zum Design des neuen Firmenlogos machen. Die Vorschläge wurden im Blog diskutiert. Durch ein Voting der Nutzer wurde schließlich eine Entscheidung getroffen.