Marketing-Begriffe und was sich dahinter verbirgt

SWOT-Analyse: Ein englisches Akronym für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Bedrohungen)) ist ein Instrument der Strategischen Planung; sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen und anderen Organisationen. Chancen sind Möglichkeiten, durch neue und/oder verbesserte Produkte und Dienstleistungen vorhandene und/oder neue Kunden zu gewinnen oder Stammkunden zu halten. Diese Chancen können durch (attraktive) Angebote von Wettbewerbern oder durch technologische und wirtschaftspolitische Veränderungen gefährdet sein (Risiken). Die Auswahl der Aktionen richtet sich nach der Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen (im Vergleich zum Wettbewerb) eines Unternehmens.
Die SWOT-Analyse ist ein weit verbreitetes Instrument zur Situationsanalyse, welches nicht nur in der strategischen Unternehmensplanung eingesetzt wird. Innerhalb des Marketings lässt sich der SWOT-Ansatz z. B. im Bereich der Produktpolitik, insbesondere für die Festlegung des Produktlebenszyklus, einsetzen

B2C: Business-to-Consumer

B2B: Business-to-Business

Gap-Analyse: Ein Management-Instrument aus der Betriebswirtschaftslehre zur Identifizierung strategischer und operativer Lücken durch die Analyse der Lücke (engl.: gap) zwischen Sollvorgabe und der - unter Beibehaltung der bisherigen Unternehmenspolitik - voraussichtlichen Entwicklung des Basisgeschäfts. Die Gap-Analyse ist eine abgeleitete Analyse, die Umfeld- und Unternehmensanalyse grafisch miteinander in Beziehung setzt.
Das Prinzip der Gap-Analyse beruht auf Zukunftsprojektionen, die miteinander verglichen werden: Zum einen werden quantifizierbare Elemente der Unternehmensziele (z. B. Umsatz, Gewinn oder Return on Investment (ROI)) als Soll-Größen mit der gewünschten Entwicklung in die Zukunft projiziert. Zum anderen wird durch die Extrapolation der Vergangenheitswerte die zu erwartende Entwicklung der Zielgrößen ermittelt. Beides wird in Meilensteine zerlegt.

Interactive Branding: Beschreibt den Einsatz der Mittel und Methoden zur Bildung und Führung von Marken im Kontext interaktiver Medien. Als Teildisziplin der Markensteuerung, beziehungsweise Markenpolitik, fokussiert Interactive Branding die Ausgestaltung der Darstellung einer Marke an der Schnittstelle zwischen Nutzer (Konsument) und Angebot (Information, Dienstleistung, Steuerung und Kommunikation).
Interactive Branding inszeniert und orchestriert die einzelnen Dimensionen der Nutzer-Erlebnisse hinsichtlich der markenrelevanten Aspekte, beziehungsweise der zu erzielenden Markenwahrnehmung (Brand Experience).

Guerilla-Marketing: Ist die Wahl ungewöhnlicher Aktionen im Marketing, die mit untypisch geringem Mitteleinsatz eine große Wirkung erzielen sollen. Laut Hutter/Hoffmann (2011) umfasst Guerilla-Marketing "verschiedene kommunikationspolitische Instrumente, die darauf abzielen, mit vergleichsweise geringen Kosten bei einer möglichst großen Anzahl von Personen einen Überraschungseffekt zu erzielen, um so einen sehr hohen Guerilla-Effekt (Verhältnis von Werbenutzen und –kosten) zu erzielen."
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen nutzen Guerilla-Marketing, heutzutage greifen aber auch Großunternehmen im Rahmen von Werbekampagnen darauf zurück.

Geomarketing: Eine Teildisziplin des Marketings - es widmet sich den räumlichen (geographischen) Aspekten im Marketing und ergänzt die Bereiche des klassischen Marketing-Mixes bestehend aus Produkt, Preis, Distribution und Kommunikation jeweils um die räumliche Sicht. Geomarketing spiegelt die räumliche Dimension des Marktes und hat seinen Ansatz darin, dass sich der Markt regional differenziert bzw. sich regionalisieren lässt.
Geomarketing wird als Instrument zur Planung und Steuerung von Standorten (z.B. von Filialnetzen), Vertriebsgebieten (z.B. für den Außendienst) und Netzinfrastrukturen (z.B. für Netzabdeckungen oder Transportwegen) bis hin zur gezielten Erschließung neuer Märkte eingesetzt.

Pitch: Der Agenturpitch ist ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Agenturdienstleistern um den bestimmten Etat eines Unternehmens. Als Ergebnis steht die Auswahl des besten Dienstleisters für die Betreuung eines Unternehmens. Agenturpitches werden insbesondere für die Auswahl einer Werbeagentur, Mediaagentur, PR-Agentur, Internetagentur, Eventagentur oder Designagentur vorgenommen.
Der Pitch dient als eine der am häufigsten gewählten Methoden von Unternehmen, um eine Agentur auszuwählen. Im ersten Schritt wird beim Kunden meist eine Longlist von zirka sieben bis zehn Agenturen definiert, die für den Aufgabenbereich in Frage kommen. Nach Sichtung der Longlist trifft das Unternehmen eine engere Auswahl der Agenturen, die zum Pitch eingeladen werden. In der Regel werden neben dem bisherigen Etathalter maximal drei weitere Agenturen für den Pitch gebrieft.